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Rafik Schami und die migration aus dem mittelmeerraum. Die Wortergreifung der figur des migranten

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eng

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Der vorliegende Beitrag untersucht Rafik Schamis Migrationsromane Die Sehnsucht der Schwalbe (2000) und Sami und der Wunsch nach Freiheit (2017) im Kontext der bundesdeutschen Migrationspolitik nach 1990. Es wird gezeigt, wie Schami sich in diesen Werken mit zeitgenössischen migrationspolitischen Diskursen und gängigen Vorurteilen gegenüber Flüchtlingen literarisch auseinandersetzt, indem er die performative Wortergreifung – im Sinne Jacques Rancières als politische Subjektivierung von Anteillosen – durch migrantische Figuren inszeniert. Anhand von Erzähltechniken, die Unmittelbarkeit und Mündlichkeit fingieren, versucht Schami, bei den Leserinnen und Lesern Empathie zu fördern und kulturelle Stereotypen zu unterlaufen. Beide Romane folgen nämlich dem von dem Autor formulierten psychokulturellen und didaktischen Programm, dessen Ziel es ist, über literarische Mittel Solidarität mit der „Dritten Welt“ zu erzeugen. Die Analyse zeigt, wie Schami damit nicht nur an das Anliegen der Gastarbeiterliteratur anknüpft, sondern dieses mit einer literarischen Repräsentation der Anteillosen in zwei Schlüsselphasen bundesdeutscher Migrationsdebatten verbindet.

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Wiley

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The German Quarterly

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10.1111/gequ.70047

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